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Zauberer Karlsruhe

  • vor 5 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Nun, eigentlich sind wir ja noch in Rust aber die Zukunft wirft schon ihre Schatten und manchmal auch ihren Glanz voraus. Da ja die Show hier im Europapark gut läuft (bis auf die ewige Hitze dieses Jahr), können wir unsere Energien bereits auf die Zukunft richten... In Karlsruhe machen wir am 07.11.26 auf jeden Fall etwas besonderes, da wir ja letztes Jahr bereits unsere Show in der Festhalle Liedolsheim gespielt haben und wir nun dieses Jahr etwas Neues zeigen möchten. Glücklicherweise haben wir inzwischen ausreichend gutes Material angesammelt...


Hier war auch ein bisschen Abwechslung in der Bude, wir haben zum Beispiel einen Auftritt für einen Reitclub angenommen... einfach weil wir einem netten Mitarbeiter hier im Park einen Gefallen tun wollten. Wir wussten, dass es nicht leicht werden würde, die Bedingungen waren zumindest ungewöhnlich schon der Beschreibung nach. Wir kamen auf der "Ranch" schon vor Showbeginn an, es handelte sich um ein Springreitgelände, also das ist sicher nicht der offizielle Begriff. Wir wurden nett begrüßt und mit Getränken versorgt, an Essbarem gab es: Steak mit Pommes, Wurst mit Pommes, dies und das mit Pommes.... als Vegetarier haben wir uns für Pommes entschieden. Naja. Dann wollten wir vor Showbeginn den Soundcheck hinter uns bringen, allerdings waren schon so gut wie alle Gäste anwesend... nämlich ungefähr 2000 Menschen, die sich um den Parcours scharten. Wir hatten zwei Handfunken bestellt und bekamen: Eine Handfunke und ein Headset. Mehr war leider nicht vor Ort. Wir gingen also etwa 50 Meter auf den Punkt im Sand, wo wir auftreten wollten, begleitet von einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert... vom Headset, das leider nicht besonders gut eingestellt war. Wir beschlossen, den Monitor, der extra für uns errichtet wurde, ausgeschaltet zu lassen. Auf dem langen Rückweg über den Parcours zum "FOH" haben wir uns mehrfach beim Publikum für die Rückkopplung entschuldigt. Wir brachten "Stefan" die Mikros zurück, schliesslich waren sie noch von anderen MitspielerInnen im Gebrauch. Stefan fragte uns, ob wir nicht auch im Europapark auftreten, habe er gehört, und ob wir wirklich "nur das" beruflich machen. Wir haben das bejaht und haben gleich zurückgefragt. Er sagte: Nein, er sei gar kein Eventtechniker, er sei Elektroniker und mache das nur hobbymäßig. Wir sahen durchaus den Zusammenhang...

Wir durften auf die Toilette ins Vereinsheim gehen und mussten nicht auf die Gästetoiletten. Im Vereinsheim war ein richtig gesundes Buffett aufgebaut mit allem drum und dran und die Vereinsmitglieder, die vom Buffett aufsahen, wirkten auf uns irgendwie schuldbewusst. Naja, unsere Pommes waren ja auch nicht schlecht.

Dann kam der Auftritt und wir wussten, dass vor uns eine Turntruppe aus dem Allgäu auftreten wird. Was wir nicht wussten: Der Aufbau- und Abbau wurde mit zwei SUVs samt Anhängern organisiert. Wir dachten uns, das könnte wirklich schwierig werden für uns, wenn hinter uns beim Abbau Autos umherfahren und haben mit dem Veranstalter folgendes vereinbart: Beim Abbau fahren die Autos ganz nach hinten an den Rand, stellen den Motor ab und fahren die Autos erst wieder vom Parcours, wenn wir mit unserer Darbietung fertig sind. Nun...:

Die Autos fuhren zum Abbau in der Hektik mitten auf den Parcours und fingen an, aufzuladen; der Veranstalter zu Fuss hinterher, um das zu verhindern. Die Moderatorin hatte unsere Ansage nicht ausgedruckt, sondern noch auf ihrem Handy, konnte den Text aber nicht mehr entziffern und so kam es zu sehr sehr langen Pausen. Dann liefen wir los und fingen mit unserer Darbietung an. Während der Nummer war manchen Leuten im Publikum die Schallrichtung der Lautsprecher nicht genehm, also fingen sie an, die Lautsprecher zu drehen. Uns wurde ganz schwindelig und Diamond mit verbundenen Augen konnte nur noch raten, wo der Sound jetzt eigentlich herkommt. Als wir fertig waren mit der Darbietung, war die Moderatorin überrascht und noch nicht am Schnurmikrofon, das ihr als einziges Mikrofon gegeben war. So haben wir uns dann selber abgesagt. Wir kamen zum FOH um unsere Sachen zu holen, währenddessen lief bereits eine Akrobatik Darbietung auf dem Parcours.

Eine Mitarbeiterin sagte zu uns: Toll, wenn man so was kann! Und deutete auf die Akrobaten....


Die Sonnenfinsternis war auch ein lustiges Event, eigentlich war ich gar nicht recht interessiert, bin dann aber doch kurzfristig auf den Heuberg... am lustigsten war, dass man mit den Finsternisbrillen absolut nichts sah ausser der Sonne, vor die sich der Mond schob. Aber manchmal schoben sich auch andere Menschen davor... das war dann eine totale Finsternis! Auch war lustig, als eine Kollegin ein Foto machen ließ mit Brille aber keiner von den Fotografierten wusste, ob die Fotografin fertig war mit dem Foto, es hat ja keiner was gesehen.


Ich habe mein aktuelles Hörbuch zu ende gehört: Magellan. Bis auf die veraltete und menschenverachtende Sprache ist das Buch höchst spannend. Stefan Zweig war zwar ein Kind seiner Zeit aber ein wirkich Großer! Einer meiner Lieblingssätze aus dem Buch: Immer erreicht nur jene Seligkeit die letzte Höhe des Gefühls, die von letzten Tiefen des Verzagens sich aufgeschwungen!


Das passt auch gut zu den aktuell unglaublich vielen Spanierinnen und Spaniern im Park. Ich muss sie mal auf das 16. Jahrhundert ansprechen.... da hatten sich Spanien und Portugal DIE WELT (außerhalb Europas) untereinander aufgeteilt. Crazy, wie viel ich nicht weiß.


Das wurde mir auch beim Pub Quiz bewusst, das ich besucht habe. Quiz ist eigentlich nicht so meins bislang, aber Quizze werden immer moderner, habe ich das Gefühl. Ich hab einiges vergeigt, so wusste ich nicht, dass Rubens älter ist als Rembrandt. Falsch geraten.



Ich schwebe! Juhu
Ich schwebe! Juhu

 
 
 

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