Magus Heidelbergensis
- 14. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Hallo aus Heidelberg! Ehrlich gesagt habe ich noch nicht viel mitbekommen von der Stadt, bisher besteht mein Tag vor allem aus einem Pendelverkehr zwischen Zelt und Hotel, viel mehr wird es in der nächsten Zeit wohl auch nicht werden. Ich habe die Proben etwas unterschätzt, ich hatte gehofft, dass es nicht so viel zu tun gibt nach unserer Akkordarbeit der letzten Monate. Aber tatsächlich ist heute dann erst mal Pressekonferenz, wir proben Auf- und Abgänge und wir haben auch noch ein Comedy-Format zu erfinden, da Diamond und ich zwei "Sidekicks" haben in der Show und wir daher gespannt sein dürfen, wie sich die Show entwickeln wird. Eigentlich mag ich ja Herausforderungen, finde es gut, dass wir hier Entwicklungspotential haben, zumal es nicht leicht sein wird, vier Charaktere unter einen Hut zu bringen. Comedy zwischen zwei Personen ist recht leicht, zwischen drei ist schwieriger, zwischen vier Personen... da müssen wir gut die Situationen voneinander trennen.
Dennoch werde ich versuchen, der Stadt bald auf den Pelz zu rücken und etwa den Philosophenweg abzulaufen... vielleicht nehm ich auch das Fahrrad. Ich habe auch mal im Internet "Funfacts Heidelberg" eingegeben... Funfact: Es gibt keine. Wenn es lustig sein soll, dass Heidelberg die älteste Uni hat und das größte Weinfass der Welt, dann muss ich mein Comedygespür überdenken. Ach ja: In Heidelberg wird Rugby gespielt (Fun?) und es ist die wärmste Stadt Deutschlands mit entsprechender Vegetation rund um den Philosphenweg.
Naja, ich werde mich auf die Lauer legen und noch Funfacts über Heidelberg sammeln... zum Beispiel über das S-printing Horse, dessen Hufabdrücke den Druckprozess simulieren sollen. Äh... ein ganzes Pferd für ein paar Hufabdrücke? Ist das nicht n bisschen unverhältnismäßig? Ich bleib dran...
Apropos Huf: Mein Fuss wird langsam besser, glaube ich. Ich war vor ein paar Tagen in Berlin sogar bei einem Bachata-Workshop im Ballsaal Wedding, habe mich mal wieder über Berlin geärgert, denn der Workshop war dilettantisch. Natürlich ist es schwer, verschiedene Levels der Teilnehmenden unter einen Hut zu bringen, der Workshopleiter hat zwischendurch immer gesagt "wir haben ja Zeit, wir haben 90 Minuten" und zum Schluss, als es dann um fortgeschrittenere Schritte ging, hatte er keine Zeit mehr. Vergeudete Zeit also. Auch hat er am Anfang eine Ansprache gehalten, hat alle versammelt um zu sagen, dass wir noch warten , da einige zu spät seien wegen "Kindern, die mit Laternen umherlaufen" und es in 5 Minuten dann losgeht. Dann war 5 Minuten lang ganz merkwürdige Stimmung, in der keiner wusste was er oder sie tun sollte. Beim Workshop selbst waren zu wenig Männer da und daher musste gewechselt werden, was der Workshopleiter regelmäßig vergass. Top.
Auch habe ich festgestellt, dass ich Berlin nicht mehr wirklich kenne. Ich habe gestaunt und mich mit dem Auto verfahren.
Auf der anderen Seite habe ich Berlin wieder geliebt dafür, dass ich um 22:15 noch in ein Restaurant gehen konnte ("Good friends") und habe ängstlich gefragt, ob die Küche noch offen hat und ich hatte schon damit gerechnet, dass man mich auslacht oder sowas sagt wie: Die Küche ist offen, aber gekocht wird nix mehr. So wie in Mecklenburg Vorpommern in Sembzin im Atelier Cafe, wo ich reinkam und recht viel frei war und ich gefragt habe: Kann ich mich irgendwo hinsetzen? Und er: Na du hast ja n hintern, also kannst du, denke ich. Ansonsten war der Inhaber aber sehr nett und das Cafe kann ich wärmstens empfehlen, vor allem im Winter. Aber auch im Sommer denke ich.
Ich bin recht viel mit der Bahn gefahren, habe mir frühzeitig Tickets gekauft für wenig Geld mit der Folge, dass ich aufgrund von Planänderungen dieselbe Fahrt meist kurzfristig nochmal kaufen musste für teures Geld. Ich habe festgestellt, dass Zugführer gern mal mit den Emotionen der Gäste spielen, unser Zug hatte etwas Verspätung und es lag die Frage im Raum, ob man noch in Göttingen den Anschluss Zug bekommt. Dann kam die Durchsage: Aufgrund der Verspätung unseres Zuges kann in Göttingen leider nicht warten... ... ... der Regionalexpress nach Hildesheim. Der ICE nach München wartet auf Gleis 4. Ein andermal wurde das Nichterreichen des Anschlusszuges einfach verschwiegen. Was ich nicht anspreche, existiert nicht. Abrakadabra.
Ich bin dann meist im Bordbistro, ich habe noch ne Menge Getränkegutscheine in der Bahncomfort App. Die Kellnerin fing mit der Nachbarin eine Belehrung an, dass es nicht Hafermilch sondern Haferdrink heiße. Ich legte mir gedanklich meine nächsten Sätze bereit.
Jemand anderes redet SEHR laut über seine Awareness Kampagne
Jemand sagt: awareness ist gut!
Erinnert mich an "Frühstück bei Stefanie", super Format, kommt direkt an Stenkelfeld ran.
Habe viel gelesen: Zwei Bücher! Paul Auster und Takis Würger.
Es ist schade wenn Zauberer aus der Öffentlichkeit einfach verschwinden wie der Zauberer Mo Tricks... bin gespannt, was die Kollegen vom Magischen Zirkel herausfinden!
Heavyweight ist ein super Podcast.

Alla Hopp! Hier gehts in Richtung Wintervariete! Heidelberg
Lieder: Moonriver Audrey Hepburn
Symphonie no.3 Brahms


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